Todesfall im Ausland
Leitfaden für Angehörige aus der Schweiz
Ein Todesfall im Ausland gehört für viele Familien zu den schwierigsten Situationen überhaupt. Neben der Trauer kommen oft sprachliche, organisatorische und rechtliche Probleme hinzu.
Je nach Land können:
- Behördenverfahren
- medizinische Abklärungen
- Freigaben
- Transporte
- Versicherungsfragen
sehr unterschiedlich ablaufen.
Gerade in den ersten Stunden fühlen sich viele Angehörige überfordert, weil unklar ist:
- wer zuständig ist
- wer informiert werden muss
- wer die Kosten übernimmt
- wie eine Rückführung in die Schweiz funktioniert
Was sollte zuerst gemacht werden?
Bei einem Todesfall im Ausland sollte zuerst:
- die lokale Polizei oder Rettung informiert werden
- eine offizielle Todesfeststellung erfolgen
- Kontakt zur Schweizer Botschaft oder zum Konsulat aufgenommen werden
- die Reiseversicherung oder Krankenkasse informiert werden
- geprüft werden, ob eine Rückführung gewünscht ist
Wichtig: Angehörige sollten möglichst früh offizielle Stellen einschalten und keine vorschnellen Entscheidungen treffen.
Welche Rolle spielen Schweizer Botschaften und Konsulate?
Die Schweizer Vertretungen im Ausland unterstützen Angehörige in vielen organisatorischen Fragen.
Dazu gehören unter anderem:
- Kontakt mit lokalen Behörden
- Hilfe bei Übersetzungen
- Informationen zu lokalen Abläufen
- Unterstützung bei Dokumenten
- Kontaktvermittlung
- Hilfe bei der Organisation der Rückführung
Die Botschaft übernimmt jedoch normalerweise keine privaten Kosten.
Was passiert bei einem aussergewöhnlichen Todesfall?
Bei:
- ungeklärten Todesursachen
- Unfällen
- Suizid
- Gewaltverbrechen
- plötzlichen Todesfällen
- Verdacht auf Fremdeinwirkung
werden häufig zusätzliche Untersuchungen angeordnet.
Dann kann:
- die Polizei eingeschaltet werden
- die Gerichtsmedizin involviert werden
- eine Obduktion angeordnet werden
- der Leichnam vorübergehend blockiert oder beschlagnahmt werden
In solchen Fällen darf der Verstorbene oft erst nach offizieller Freigabe transportiert werden.
Je nach Land können diese Prozesse mehrere Tage oder sogar Wochen dauern.
Warum kann ein Leichnam blockiert werden?
Viele Angehörige sind überrascht, dass eine Rückführung nicht sofort möglich ist.
Eine Freigabe kann verzögert werden wegen:
- laufender Ermittlungen
- fehlender Identifikation
- offenen medizinischen Fragen
- Obduktionen
- administrativen Problemen
- fehlenden Dokumenten
Während dieser Zeit bleibt der Verstorbene häufig in:
- einem Spital
- einer Gerichtsmedizin
- einem Institut für Rechtsmedizin
- einem lokalen Bestattungsinstitut
Wer organisiert die Rückführung in die Schweiz?
Die Organisation erfolgt häufig gemeinsam durch:
- lokale Behörden
- Bestattungsunternehmen
- internationale Überführungsdienste
- Versicherungen
- Angehörige
- Schweizer Bestattungsunternehmen
Für eine internationale Überführung werden meist benötigt:
- Todesurkunde
- Freigabedokumente
- Transportbewilligungen
- Pass oder Identitätsnachweise
- teilweise spezielle Särge oder Versiegelungen
Wer bezahlt die Rückführungskosten?
Die Kosten hängen stark ab von:
- Land
- Distanz
- Transportart
- Todesursache
- behördlichen Abklärungen
Eine Rückführung kann mehrere tausend Franken kosten.
Je nach Situation können Leistungen übernommen werden durch:
- Reiseversicherungen
- ETI Schutzbriefe
- Zusatzversicherungen
- Unfallversicherungen
- Arbeitgeberversicherungen
- private Versicherungen
Die obligatorische Grundversicherung übernimmt solche Kosten oft nicht vollständig.
Übernimmt die Krankenkasse die Rückführung?
Die normale Grundversicherung deckt Rückführungskosten aus dem Ausland häufig nicht oder nur sehr eingeschränkt.
Viele Menschen besitzen jedoch:
- Reisezusatzversicherungen
- Unfallzusatzdeckungen
- • Assistance Versicherungen
- Kreditkartenversicherungen
- Mitgliedschaften mit Rücktransportschutz
Darum sollten vorhandene Policen früh geprüft werden.
Übernimmt der Schweizer Staat die Kosten?
Grundsätzlich nicht automatisch.
Die Schweiz organisiert normalerweise keine kostenlose Rückführung von verstorbenen Personen.
In Ausnahmefällen kann die Botschaft bei organisatorischen Fragen unterstützen. Die Kosten bleiben jedoch meist bei:
- Angehörigen
- Versicherungen
- dem Nachlass
Was passiert, wenn keine Versicherung vorhanden ist?
Fehlt eine Versicherung, müssen Angehörige die Kosten oft selbst tragen oder über den Nachlass finanzieren.
Je nach Land können zusätzlich Kosten entstehen für:
- Kühlung
- Gerichtsmedizin
- Dokumente
- Übersetzungen
- Transporte
- Flughafengebühren
- Sargvorschriften
Gerade deshalb kann ein Todesfall im Ausland finanziell sehr belastend werden.

Kann eine Bestattung auch im Ausland stattfinden?
Ja. Angehörige können sich auch für eine Bestattung oder Kremation im Ausland entscheiden.
Dabei sollten jedoch unter anderem geklärt werden:
- lokale Gesetze
- religiöse Vorschriften
- spätere Grabpflege
- Überführung einer Urne
- Dokumente für die Schweiz
Warum nur wenige Schweizer Bestattungsunternehmen Todesfälle im Ausland begleiten
Viele Angehörige gehen davon aus, dass ein Schweizer Bestattungsunternehmen automatisch auch im Ausland persönlich unterstützt. In der Praxis ist das jedoch nur selten der Fall.
Die meisten Schweizer Bestattungsunternehmen organisieren internationale Überführungen hauptsächlich aus der Schweiz heraus und arbeiten mit lokalen Partnern im jeweiligen Land zusammen.
Dass Mitarbeitende tatsächlich persönlich ins Ausland reisen, kommt vergleichsweise selten vor.
Warum reisen viele Bestattungsunternehmen nicht ins Ausland?
Internationale Todesfälle bringen oft:
- komplizierte Behördenabläufe
- sprachliche Hürden
- rechtliche Unterschiede
- grosse Distanzen
- internationale Dokumente
- Zeitdruck
mit sich.
Zusätzlich unterscheiden sich:
- Gesetze
- Freigabeverfahren
- Gerichtsmedizinische Abläufe
- Transportvorschriften
- Zollformalitäten
von Land zu Land teilweise erheblich.
Viele kleinere Bestattungsunternehmen verfügen deshalb weder über:
- internationale Netzwerke
- mehrsprachige Mitarbeitende
- Erfahrung mit ausländischen Behörden
- genügend personelle Ressourcen
um solche Fälle direkt vor Ort begleiten zu können.
Sprachbarrieren und Behörden sind oft die grösste Belastung
Gerade bei Todesfällen im Ausland müssen häufig Gespräche geführt werden mit:
- Polizei
- Gerichtsmedizin
- Spitälern
- Botschaften
- Flughäfen
- lokalen Bestattungsdiensten
- Behörden
Missverständnisse können:
- Verzögerungen
- fehlende Dokumente
- Probleme bei Freigaben
- zusätzliche Kosten
verursachen.
Darum arbeiten viele Schweizer Unternehmen mit lokalen Partnern zusammen, statt selbst anzureisen.
Es gibt jedoch spezialisierte Schweizer Bestattungsunternehmen
Trotzdem gibt es in der Schweiz einige wenige Bestattungsunternehmen, die internationale Todesfälle aktiv begleiten und Angehörige auch direkt im Ausland unterstützen.
Solche Unternehmen verfügen häufig über:
- Erfahrung mit internationalen Überführungen
- Kontakte zu Botschaften und Konsulaten
- mehrsprachige Mitarbeitende
- internationale Partnernetzwerke
- Erfahrung mit Gerichtsmedizin und Behörden
- Kenntnisse bei komplizierten Rückführungen
Gerade bei schwierigen Situationen empfinden viele Angehörige eine persönliche Begleitung vor Ort als grosse Entlastung.
Warum Erfahrung bei internationalen Todesfällen wichtig ist
Bei internationalen Überführungen können bereits kleine Fehler grosse Folgen haben.
Zum Beispiel:
- fehlende Dokumente
- falsche Übersetzungen
- unvollständige Freigaben
- Probleme beim Transport
- Verzögerungen an Flughäfen
- Schwierigkeiten mit Behörden
Darum ist Erfahrung bei internationalen Todesfällen besonders wichtig.
Gerade komplizierte Fälle benötigen oft viel Koordination zwischen:
- Angehörigen
- Behörden
- Botschaften
- Versicherungen
- Fluggesellschaften
- lokalen Stellen
- Schweizer Partnern

Benötigen Sie Unterstützung bei einer Rückführung in die Schweiz?
Wir helfen Ihnen gerne weiter bei der Vermittlung eines Schweizer Bestattungsunternehmens, das Erfahrung mit internationalen Überführungen besitzt und Sie bei den organisatorischen Abläufen unterstützen kann.
24/7 +41 71 571 12 12 – +41 76 525 57 57
Gerade bei Todesfällen im Ausland ist eine schnelle, ruhige und koordinierte Unterstützung oft entscheidend.

